Persönlichkeitsvielfalt im Team: Der Schlüssel zu hoher Leistung?

In den letzten Jahren haben Arbeitspsychologinnen und -psychologen intensiv daran geforscht, wie die Leistung von Teams am Arbeitsplatz gesteigert werden kann.

Datum: 10. August 2026

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In den letzten Jahren haben Arbeitspsychologinnen und -psychologen intensiv daran geforscht, wie die Leistung von Teams am Arbeitsplatz gesteigert werden kann. Ein Schlüsselelement für diesen Erfolg ist die Persönlichkeitsvielfalt im Team (Team Personality Diversity, TPD): die Varianz oder die Unterschiede zwischen den Teammitgliedern hinsichtlich bestimmter Persönlichkeitsmerkmale. Teams mit einer hohen Persönlichkeitsvielfalt werden typischerweise als heterogen bezeichnet.

Um diesen Mechanismus zu erklären, führten Neuman G. und Kollegen 1999 eine Studie über den Zusammenhang zwischen der Persönlichkeitszusammensetzung von Arbeitsteams und deren Arbeitsleistung durch. Die Frage war, ob ähnliche Persönlichkeitsmerkmale (zum Beispiel nur extravertierte Personen in einem Team) die Leistung steigern oder ob unterschiedliche Persönlichkeitsmerkmale (eine Mischung aus Introvertierten und Extravertierten) effektiver sind. Ersteres wird als supplementäres Modell bezeichnet, während Letzteres als komplementäres Modell bekannt ist.

Das Ergebnis der Studie von Neuman G. und Kollegen zeigte, dass TPD über alle Big-Five-Persönlichkeitsmerkmale hinweg (Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit, Verträglichkeit) positiv mit der Teamleistung zusammenhängt. Somit beschreibt ein komplementäres Modell – also die Kombination verschiedener Persönlichkeitsmerkmale innerhalb eines Teams – hochleistungsfähige Arbeitsteams am besten.

Besonders die Vielfalt bei Extraversion und emotionaler Stabilität verbessert die Leistung, was mit früheren Forschungen zu effektiven Arbeitsteams übereinstimmt. Teams mit unterschiedlichen Ausprägungen dieser Merkmale schneiden besser ab, da verschiedene Mitglieder sich ergänzende Rollen einnehmen können. Homogene Teams bei diesen Merkmalen können hingegen unter Rollenkonflikten leiden, was die Effektivität mindert.

Basierend auf diesen Erkenntnissen kann Hogan Assessments Unternehmen bei der Teamauswahl dabei unterstützen, verschiedene Persönlichkeitsmerkmale miteinander zu kombinieren, um Teams effektiver zu machen. Konkret kann hierbei ein Blick auf die Skalen Ausgeglichenheit und Soziale Umgänglichkeit besonders aufschlussreich sein.