Von Zürich nach Berlin: Was wir gelernt haben
Als Beratungsboutique ist es für uns essenziell, am Puls der Zeit zu bleiben. Wir suchen den aktiven Austausch mit Führungskräften, Forscher:innen, Coaches und Praktiker:innen, um die aktuellen Herausforderungen von Organisationen in Echtzeit zu verstehen.
Datum: 27. Juli 2026
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In den letzten Wochen hatte unser Team von Personality Guidance die Gelegenheit, an zwei inspirierenden Veranstaltungen teilzunehmen: einem Treffen des Corporate Research Forum in Zürich zur Zukunft von Lernökosystemen und der Konferenz der ICF Germany in Berlin über die Arbeitswelt der Zukunft.
Als Beratungsboutique ist es für uns essenziell, am Puls der Zeit zu bleiben. Wir suchen den aktiven Austausch mit Führungskräften, Forscher:innen, Coaches und Praktiker:innen, um die aktuellen Herausforderungen von Organisationen in Echtzeit zu verstehen. Indem wir zuhören, lernen und Perspektiven austauschen, können wir unsere Kunden noch besser durch die heutigen Transformationen begleiten.
Was uns am meisten beeindruckt hat: Trotz der Vielfalt der Themen und Referent:innen zog sich ein zentrales Thema wie ein roter Faden durch beide Events: Je weiter KI voranschreitet, desto wichtiger wird das, was uns als Menschen ausmacht.
Die Akzeptanz von KI beginnt beim Menschen
Auf dem Event des Corporate Research Forum in Zürich hat uns eine Erkenntnis von Guy Champniss (IE University) besonders bewegt: Er verglich die Einführung von KI mit der Medizin – wenn Patient:innen die Medizin nicht einnehmen, kann sie nicht wirken.
Ebenso können Unternehmen in die besten KI-Tools, Plattformen und Lernprogramme investieren – wenn die Mitarbeitenden diese nicht annehmen, ändert sich wenig. Die Diskussion drehte sich daher schnell nicht mehr um Technologie, sondern um Menschen. Genauer gesagt um psychologische Sicherheit.
Unternehmen müssen sich womöglich neue Fragen stellen:
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Haben Mitarbeitende das Gefühl, dass ihre fachliche Glaubwürdigkeit durch KI infrage gestellt wird?
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Wird ihr berufliches Selbstverständnis beeinträchtigt?
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Wie beeinflusst KI die Beziehungen am Arbeitsplatz?
Lernen von den Pionierinnen
Einige Tage später hatten wir in Berlin das Privileg, Luigia Carlucci Aiello zu treffen, eine der Pionierinnen der Künstlichen Intelligenz.
Heute, mit fast 80 Jahren, teilte sie Geschichten aus den Anfängen der KI-Forschung an der Stanford University an der Seite von John McCarthy, der oft als Vater der KI bezeichnet wird. Ihren Reflexionen zuzuhören, erinnerte uns sowohl daran, wie weit sich KI entwickelt hat, als auch daran, wie zeitlos die menschlichen Herausforderungen rund um Veränderung, Anpassung und Sinnstiftung bleiben.
Was wird immer den Menschen gehören?
Eine weitere denkenswerte Diskussion stammte von Helanah Warren, die eine einfache Frage stellte: Wenn KI immer effizienter wird – was bleibt dann einzigartig menschlich?
Unter den vielen Antworten, die diskutiert wurden, stachen für unser Teammitglied Constance Tournier zwei besonders heraus:
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Vertrauen
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Gesunder Menschenverstand (Common Sense)
In einer Welt, in der Informationen im Überfluss vorhanden sind und Entscheidungen zunehmend automatisiert werden, könnten genau diese menschlichen Fähigkeiten noch wertvoller werden.
Unser wichtigstes Gut schützen: Das Gehirn
Ein weiterer inspirierender Beitrag kam von Kelly Algier, die betonte, wie wichtig es ist, die Gesundheit unseres Gehirns zu schützen und zu stärken. Sie stellte das Konzept der Neuro-fit Habits vor und hob Praktiken hervor wie:
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Stressresilienz aufbauen
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Schlaf priorisieren
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Auf ausgewogene Ernährung achten
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Sinnstiftende Ziele setzen
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Eine konstruktive Haltung kultivieren
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Vielfalt und kontinuierliche Anregung suchen
Für Führungskräfte wirft dies eine wichtige Frage auf: Wie können wir Rahmenbedingungen schaffen, die nicht nur Leistung unterstützen, sondern auch die kognitiven und emotionalen Ressourcen erhalten, die Menschen brauchen, um aufzublühen?
Wenn sich die Arbeit beschleunigt und Veränderungen zur Konstanten werden, könnte die Sorge für unser Gehirn zu einer der strategisch wichtigsten Führungsaufgaben werden.
Führung, Persönlichkeit und Fokus
Ein Impuls zum Thema Führung von Jessica Krauter, Gründerin und CEO der Buah GmbH, blieb ebenfalls in Erinnerung: Sie berichtete, wie das Verständnis der eigenen Persönlichkeit ihre Führungsreise verändert hat. Anstatt sich auf geleistete Arbeitsstunden zu konzentrieren, fokussiert sie sich auf Ergebnisse und Impact.
Eine Praxis fiel uns dabei besonders auf: die „Silent Tuesdays and Thursdays“ – meetingsfreie Tage, die Raum für Fokus, tiefgründiges Arbeiten (Deep Work) und wertvolle Beiträge schaffen. Es war eine eindringliche Erinnerung daran, dass Produktivität und Menschlichkeit nicht in Konkurrenz zueinander stehen müssen, sondern sich gegenseitig verstärken.
Mut, Haltung zeigen und der Aufstieg von Co-Leadership
Eine weitere faszinierende Panel-Diskussion widmete sich zwei Themen, die in der heutigen, sich schnell verändernden Welt immer relevanter werden: der Mut, die eigene Meinung zu äußern (Speaking Up), und das Wachstum von Co-Leadership-Modellen.
Da Unternehmen mit immer größerer Komplexität konfrontiert sind, geht es bei Führung weniger um das Heldentum Einzelner als vielmehr um kollektive Intelligenz. Saskia Mielke teilte wertvolle Perspektiven zu Co-Leadership und wie das Teilen von Führungsverantwortung Unternehmen helfen kann, Unsicherheiten effektiver zu bewältigen.
Eine Erkenntnis hat uns besonders überzeugt: Erfolgreiche Co-Leadership beginnt mit Komplementarität. Führungskräfte müssen nicht nur ihre eigenen Stärken, Präferenzen und blinden Flecken (Blind Spots) kennen, sondern auch die ihrer Partnerin oder ihres Partners.
Genau hier können Persönlichkeitsanalysen, Coaching und gemeinsame Entwicklungsreisen eine entscheidende Rolle spielen. Zu verstehen, wie zwei Führungskräfte gemeinsam denken, kommunizieren, Entscheidungen treffen und mit Druck umgehen, schafft ein starkes Fundament für Vertrauen, Abstimmung und Leistung. In vielerlei Hinsicht spiegelt Co-Leadership einen breiteren Trend wider: Erfolg hängt zunehmend von unserer Fähigkeit ab, zu kooperieren statt zu konkurrieren.
Unser wichtigstes Fazit
Ob in Zürich oder Berlin – eine Botschaft blieb bemerkenswert konsistent: Während KI die Arbeitswelt neu gestaltet, werden Persönlichkeit, Vertrauen, Selbstwahrnehmung, Mut, Gehirngesundheit und menschliche Verbindungen keineswegs unwichtiger. Sie werden wichtiger denn je.
Für unser Team bei Personality Guidance haben diese Veranstaltungen einmal mehr bestätigt, wie wertvoll es ist, neugierig, vernetzt und offen für neue Perspektiven zu bleiben. Den Blick nach außen zu richten, Menschen aus verschiedenen Bereichen zu treffen, ihren Herausforderungen und Erfolgen zuzuhören und von neuester Forschung zu lernen, hilft uns dabei, die Organisationen und Führungskräfte, mit denen wir täglich arbeiten, noch besser zu unterstützen.
Was denken Sie: Was kann KI uns Menschen niemals nehmen?
Euer PG-Team